Archiv: Mai 2016

 
 

VERLANGSAMUNG

Wegen Arbeitsüberlastung im Verlag bin ich gezwungen, den Publikationsrhythmus auf diesem Blog zu verlangsamen.

Berichte erscheinen ab heute nur noch alle drei Wochen.
Das bedeutet:

Der erwartete Abschluss zu unserem grossen Frühjahres-Aufreger:
„Wenn grosse Museen klein aussehen: JOSEPH CORNELL UND SEIN FREUND KUSAMA –
Im Kunsthistorischen Museum in Wien“,

der heute hätte aufgeschaltet werden sollen,
wird erst am Mittwoch, 15. Juni, zu lesen sein.

Und die nächste Folge zum Thema
„FRANK AUERBACH UND HANS JOSEPHSOHN: Parallelen, Teil 3“
erscheint erst am Mittwoch, dem 6. Juli.

Es geht nicht anders – leider. Der Verlag mit seinen tausend Aufgaben geht vor.

Bleiben Sie diesem Blog trotzdem treu!

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KUNST KANN NICHT „HELFEN“
Ein Beitrag von Manfred Cuny

Ich begrüsse den ersten Gast-Blogger!

Ich freue mich riesig. Manfred Cuny, der den hier unten folgenden Beitrag verfasst hat, ist auf dieser Blog-Plattform

DER ERSTE GAST-BLOGGER!

Welcome! Ich bitte alle Leserinnen und Leser um herzlichen Applaus: Welcome Manfred!

Ich kenne Manfred seit vielen Jahren – und zwar aus der Zeit, als ich noch in Basel lebte. Ich war der schlechteste Zeichner auf Erden – das ist keine Koketterie! In der Matura [in Deutschland sagt man Abitur], die ich in Basel vor urlanger Zeit an einem Bubengymnasium absolvierte, schloss ich als einziger des Jahrgangs (unter sieben Schulklassen) im Zeichnen mit einer ungenügenden Note ab.

Irgendwann vor ein paar Jahren dachte ich mir: Nun ja, das muss ja nicht ewig so bleiben. Schliesslich mag ich Kunst. Ich suchte also einen Kurs in Basel, zur Einführung, zum Zeichnenlernen: und fand Manfred.

Ich kann nur sagen: Wenn irgendjemand zwischen Wladiwostok und New York, zwischen San Francisco, Berlin, Wien und Rom das Gefühl haben sollte, er oder sie werde NIE zeichnen lernen, soll er oder sie nicht verzweifeln. Es gibt Abhilfe! Es gibt Manfred Cuny in Basel! Dann schlage ich vor, das der oder die Betreffende irgendwann, wenn es geht, Ferien in Basel macht, es gibt ja dort wunderbare Museen, wie jeder weiss, im Sommer Schwimmbäder und den Rhein zur Abkühlung, im Juni gar die ART, und vieles mehr. Und dann eben Manfred!

Kurz: Manfred Cuny ist ein absoluter Könner in seinem Fach, ein 1A-Lehrer.

Er ist aber zuerst und vor allem ein hervorragender Künstler: Maler und Bildhauer. Deshalb weiss er in seinem Unterricht so gut, worauf es ankommt.

Und dann schreibt er auch. Manchmal sogar Gedichte. Und kleine Texte zur Kunst, wie den folgenden, den er im Sommer 2015 verfasst und mir vor zwei Monaten für diese Plattform geschickt hat.

Der Hintergrund, der ihn zum Schreiben animiert hatte, ist klar: Die Flüchtlingsproblematik, die damals – im Spätsommer 2015 – mit unerhörter Wucht in Westeuropa losging.

Hier also die Reaktion eines mitdenkenden, mitfühlenden Menschen, der es sich mit Antworten nicht leicht machen will. Der sich als Künstler, weil er sich auch als Bürger versteht, vor gesellschaftlichen Fragen nicht drücken will.

Wie aber als Künstler auf politische, menschlich tragische Situationen reagieren?
Was kann der Beitrag eines Künstlers sein?
Was ist möglich, was nicht?

Welcome, nochmals!

Piet Meyer

************

DER BEITRAG VON MANFRED CUNY:

Kunst kann nicht „helfen“

Kunst gibt etwas Eigenes, Neues, Zusätzliches, was ohne sie nicht gegeben werden könnte. Wenn nun gesagt wird, dass ein Kunstwerk – zum Beispiel – „dem Gedanken der Solidarität mit Flüchtlingen Ausdruck verleiht“, dann beruht eine solche Betrachtungsweise auf einem Missverständnis des Kunstwerks (oder sie bezieht sich auf ein künstlerisch schwaches Werk).

Honoré Daumier: "Les Fugitifs", ca. 38 x 48 cm, Kohlezeichnung auf Papier, Museum Oskar Reinhart, Winterthur

Honoré Daumier: „Les Fugitifs“, ca. 38 x 48 cm, Kohlezeichnung auf Papier, Museum Oskar Reinhart, Winterthur

Honoré Daumier (1808–1879) beispielsweise fühlte sich solidarisch mit Flüchtlingen und  malte – heute, nach 150 oder 160 Jahren, prophetisch wirkende – Bilder, die in sehr bewegender Weise veranschaulichen, dass insgeheim jeder Mensch ein Flüchtling ist.

Jedoch sieht man in ihnen den sprachlich fixierten, auch ohne Kunstwerk vorhandenen Begriff der „Solidarität mit Flüchtlingen“ aufgelöst zugunsten einer mittels Farbformen bewirkten Anschaulichkeit, die eine nur ihr erreichbare Ebene des Menschlichen berührt.

Honoré Daumier: "Les Fugitifs ou Les Émigrants", ca. 38 x 48 cm, Öl auf Leinwand, Minneapolis Institute of Arts

Honoré Daumier: „Les Fugitifs ou Les Émigrants“, ca. 38 x 48 cm, Öl auf Leinwand, Minneapolis Institute of Arts

Nicht aber vermag diese malerisch verwirklichte Bildhaftigkeit, bestimmte Gedankengänge, die schon vor der Bildgenese entwickelt wurden, hervorzurufen, falls diese nicht bereits im Betrachter präsent sind. Das Kunstwerk wurde nicht geschaffen, um im Betrachter „die richtigen“ Gedanken zu wecken, sondern es schenkt ihm Anschaulichkeitserlebnisse, die er, ohne das Werk, nie erleben könnte.

(Dies gilt auch für die Künstlerin selbst : Indem sie ihr Werk entstehen lässt, lässt sie es zu, in ihm Unerwartetem, Unbeabsichtigtem zu begegnen.)

Solches Bild-Erleben wirkt nicht auf der gedanklichen Ebene allein, sondern es bewegt auf verschiedenen Ebenen: Malerei und Skulptur sprechen auch das Körpergefühl (Tast- und Gleichgewichtssinn) an. Farbformen und Bildraumgestaltung wirken, durch die Augen der Betrachterin, auf ihr Herz ein, unvermittelt. Der dabei hervorzuhebende Punkt ist, dass durch das Werk Gedanken, Gemüt und Physis gleichzeitig berührt werden, das Werk sozusagen als „Gesamtpaket“ Wirkung entfaltet. Deshalb haben Gedanken, die Teil dieses Gesamtpakets sind, eine ganz andere (eine andere, nicht „bessere“) Qualität als solche, die im Umgang mit einem philosophischen Buch oder einem Zeitungsbericht gewonnen wurden.

Dieser Unterschied impliziert, dass bei einem Bildwerk nicht etwa die „Idee“ des Werks das an ihm „Wichtigste“ ist, sondern das Werk selbst ist das an ihm Entscheidende.

Das Kunstwerk präsentiert uns eine Gestaltung, die, zu einer Art von kleiner „Ganzheit“ gespannt, nicht mehr in ihre „Teile“ auseinanderdividiert werden kann. Selbst wenn es, symbolisch verschlüsselt, auch eine politische, soziologische oder ethische „Bedeutung“ enthält, so ist seine eigentliche, künstlerische Bedeutung immer nur in dem zu sehen, was an ihm zu sehen ist. Für ein Bildwerk ist nie entscheidend, was es nicht (oder was es „hintergründig“) zeigt, sondern es lebt allein durch seine unmittelbare Sichtbarkeit, d.h. Anschaulichkeit. (Rilke hat dies, bezogen auf Rodins Skulpturen, die „Oberflächlichkeit“ der Bildkunst genannt.)

Auch wenn zweifellos solche Anschaulichkeitserlebnisse geeignet sind, im Betrachter eine gewisse innere Beweglichkeit zu stärken, so werden doch jene, die sich vom Kunstwerk „Unterstützung“ erhoffen für ihre spezifischen, vor-formulierten Anliegen, letztlich von ihm enttäuscht sein, welches diese Art „direkter“ Hilfe weder bieten kann noch soll.

Honoré Daumier: "Les Émigrants", ca. 38 x 48 cm, Gipsrelief, Musée d’Orsay, Paris

Honoré Daumier: „Les Émigrants“, ca. 38 x 48 cm, Gipsrelief, Musée d’Orsay, Paris

Vielleicht liegt ja gerade in dieser Unfähigkeit des Kunstwerks, die wichtige Funktion einer Hilfe, einer Aussage, einer Aufklärung zu übernehmen, seine Stärke. Dadurch, dass es keine Meinung oder Botschaft enthält und keine „Haltung einnimmt“ – gerade dadurch spricht es von der Würde der Menschen!   Diese beruht ja weder auf der Funktionstüchtigkeit des Einzelnen, noch auf einer Parteinahme, mit der er allenfalls Wichtigkeit und Bedeutung innerhalb seines Umfelds zu erlangen hofft.

Honoré Daumier: "Les Fugitifs ou Les Émigrants", ca. 16 x 30 cm, Kohlezeichnung auf Papier, Musée du Petit Palais, Paris

Honoré Daumier: „Les Fugitifs ou Les Émigrants“, ca. 16 x 30 cm, Kohlezeichnung auf Papier, Musée du Petit Palais, Paris

Meines Erachtens ist die Tätigkeit eines Künstlers (resp. Schriftstellers) nicht ethisch motiviert. Ich glaube an eine umgekehrte, „indirekte“ Wirksamkeit der Kunst : Indem der Maler Gestaltungsmöglichkeiten, die sich ihm von innen her aufdrängen, ergreift und entfaltet, gibt er auch, unbewusst-spontan, seiner Art von Bezogenheit auf andere Menschen Ausdruck. Ebenso gibt der Schriftsteller mit der Gestaltung seiner Sprache preis, wieweit er sich als vielschichtig und verflochten erlebt.

Das muss genügen – denn, auf dieser Basis einer geglückten Gestaltung aufbauend, kann der Austausch zwischen Künstler und Betrachter (resp. Leser) in Gang kommen. Stellt hingegen der Künstler (s)ein „Anliegen“ – und sei es noch so nobel – in den Vordergrund, so blockiert gerade diese Absichtlichkeit die gemeinsame Bewegung hin zu einer besseren Welt.

Manfred Cuny, Maler, Bildhauer
manfredcuny@bluewin.ch

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FRANK AUERBACH UND HANS JOSEPHSOHN
Parallelen: Ein Hinweis
Zum 85. Geburtstag von Frank Auerbach, Teil 2

Vor zwei Wochen

Vor zwei Wochen erwähnte ich, dass mir, als ich ein altes Du-Heft durchblätterte, erstaunliche Parallelen zwischen Frank Auerbach und Hans Josephsohn aufgefallen waren (siehe den ersten Teil dieses Beitrags).

Diese beiden Künstler sind, soweit ich weiss, in der Fachliteratur nie nebeneinander gestellt, ihr Werk nie miteinander verglichen worden. Das ist seltsam.

Hans Josephsohn: "Relief, ohne Titel", um 1999, Bronze, 103 x 73 x 36 cm

Hans Josephsohn: „Relief, ohne Titel“, um 1999, Bronze, 103 x 73 x 36 cm

Denn die Parallelen sind in meinen Augen stark. Sie betreffen nicht nur das Werk, das die beiden über die Dauer von sechs Jahrzehnten geschaffen haben. Sie finden sich auch, wenn man die Arbeitspraxis der beiden, ja ihr gesamtes Leben betrachtet.

In diesem Teil 2 wie im folgenden Teil 3 dieses Beitrags sollen die Werkähnlichkeiten zur Sprache kommen. In den Teilen 4 und 5 werden dann die Verwandtschaften im Bereich der Arbeits- und Lebensweise ins Visier genommen.

Frank Auerbach: "Head of David Landau", 2005–2006, Öl auf Leinwand, 61,3 x 56,5 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Frank Auerbach: „Head of David Landau“, 2005–2006, Öl auf Leinwand, 61,3 x 56,5 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Da dies ein Blog – und kein Buch – ist, machen lange Beiträge keinen Sinn. Man muss kurz sein. Das ist aber schwierig.

Schwierige Kürze

Denn es geht hier schliesslich um das Werk, das zwei Menschen mit der grössten Ernsthaftigkeit und Konzentration, die ihnen zu Gebote stand, durch ein langes Leben hindurch geschaffen haben. Wie soll man da huschihusch darüber reden? Parallelen ziehen!? Die Gefahr ist, unsensibel, verfälschend und oberflächlich zu sein, indem man mit allzu grob und schnell gezimmerten Begriffsschubladen, eine Strichelliste vor Augen, behauptete Parallelitäten im Schnelldurchgang belegen will. Grössere Behutsamkeit und Langsamkeit wäre angesagt. Das aber würde mehr Platz erfordern.

Blick in das Atelier von Hans Josephsohn mit seinen Werken in Gips, Zürichbergtrasse, Zürich, um 1961

Blick in das Atelier von Hans Josephsohn mit Werken in Gips, Zürichbergtrasse, Zürich, um 1961

Ich will den Versuch zur Kürze trotzdem wagen. Mein Trost ist:

Mögliche Bücher

Wer interessiert ist, kann Bibliotheken aufsuchen und sich in die Materie selber vertiefen. Er oder sie mag am Schluss sogar ein Buch über die hier angesprochenen Dinge schreiben und dabei die Verweise vertiefen, Querbeziehungen zu anderen, hier nicht genannten Künstlerinnen und Künstlern finden – diese gibt es, und es wäre sicherlich interessant, solchen Fährten nachzugehen.

Frank Auerbach: "ParkVillageEast–Autumn,1998,ÖlaufLeinwand,127,9×153cm, Privatsammlung; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Frank Auerbach: „Park Village East–Autumn“,1998, Öl auf Leinwand, 127,9×153cm, Privatsammlung; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Üben wir uns also in Kürze – und beginnen, wie versprochen, mit einigen wichtigen Ähnlichkeiten im Werkansatz der beiden Künstler.

DIE ÄHNLICHKEITEN

1.) Das Menschenbild als Obsession

Beide Künstler haben sich mit aussergewöhnlicher Insistenz, Hartnäckigkeit und Konzentration ein Leben lang fast ausschliesslich mit der Figur des Menschen beschäftigt. Andere Themen sind in ihrem Werk kaum – und wenn überhaupt, nur sehr selten – anzutreffen.

Hans Josephsohn: "Kopf, ohne Titel, (Alte italienische Frau)", 1955–57, Bronze, 46 x 32 x 39 cm

Hans Josephsohn: „Kopf, ohne Titel, (alte italienische Frau)“, 1955–57, Bronze, 46 x 32 x 39 cm

„Gemeinsam mit seinen Malerkollegen Francis Bacon oder Lucian Freud hat sich der 1931 in Berlin geborene und seit 1939 in England lebende Auerbach – neben Stadtansichten seiner unmittelbaren Umgebung im Norden von London [siehe Abbildung zum Auerbach-Werk „Park Village East–Autumn“ hier weiter oben] – bedingungslos der Wahrnehmung und den Darstellungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers verschrieben, die er in rund 60 Schaffensjahren an einer überschaubaren Anzahl verschiedener Modelle in aufeinanderfolgenden Portraits festhält.“ (Invar-Torre Hollaus: Frank Auerbach, Piet Meyer Verlag, Bern/Wien 2016, S. 11; im folgenden „Hollaus“).

Frank Auerbach: "Portrait of Sandra", 1973–1974, Kohle und Kreide auf Papier, 81,3 × 55,9 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Frank Auerbach: „Portrait of Sandra“, 1973–1974, Kohle und Kreide auf Papier, 81,3 × 55,9 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

„Er [Auerbach] ist mit Giacometti in seiner Unnachgiebigkeit, in seinem instistierend (…) bohrenden Wunsch, durch die blosse Hartnäckigkeit der Zeichnung eine klassische Ordnung im Aufruhr visuellen Eindrucks zurück zu gewinnen, verwandt. (…) Die Dichte ist (bei ihm) eine Form der Realismus.“ (Robert Hughes zit. durch Hollaus, S. 46)

Diese herausragende Fokussierung auf das Menschenbild gilt auch für Hans Josephsohn.

Hans Josephsohn in seinem ersten Atelier an der Bergstrasse in Zürich, um 1944/45

Hans Josephsohn in seinem ersten Atelier an der Bergstrasse in Zürich, um 1944/45

„Josephsohn machte von Anfang an deutlich, dass es ihm stets um den Bezug zur menschlichen Figur ging. Damit stellte er sich in eine grosse Kunstgeschichte, jenseits der Bestrebungen der Moderne und unabhängig vom Zeitgeist. In Zürich [wo Josephsohn lebte], der Hochburg der Konkreten, und in einer Zeit, als die Ungegenständlichkeit Hochkonjunktur feierte, blieb er ein Einzelgänger.

Mit Alberto Giacometti vergleicht man ihn nicht wegen formaler Ähnlichkeiten, sondern wegen seiner Beharrlichkeit und seines Insistierens auf der Notwendigkeit, nach dem zeitgemässen Bild vom Menschen zu suchen.“ (Stephan Kunz, in Du, Mai 2015, im Hans Josephsohn gewidmeten Du-Heft, S. 20; im folgenden „Du“)

In der ausführlichen Monografie, die Gerhard Mack diesem Künstler gewidmet hat (Hans Josephsohn, Scheidegger & Spiess, Zürich 2005) – einem sehr guten Buch, bin ich nur sehr wenigen Werken begegnet, auf denen nicht bloss Menschen, sondern – wie in der hier folgenden Abbildung – Häuser (oder manchmal Vögel) dargestellt sind:

Hans Josephsohn: "Relief, ohne Titel, (Figur und Häuser)", 1950–52, Bronze, 140 x 115 x 15 cm

Hans Josephsohn: „Relief, ohne Titel, (Figur und Häuser)“, 1950–52, Bronze, 140 x 115 x 15 cm

Im Grossen und Ganzen gilt auch für ihn die Monothematik:

„Das finde ich immer noch beeindruckend, dass jemand [wie Josephsohn] über sechzig Jahre der gleichen Frage nachgeht, nämlich der nach der bildhauerischen Umsetzung der menschlichen Figur als Skulptur.“ (Ulrich Meinherz im Gespräch mit Oliver Prange, Du, S. 46–47)

Kunstkritiker haben, wie wir gesehen haben, vor dem Werk dieser beiden Künstler oft auf den späten Alberto Giacometti verwiesen – mit gutem Grund. Der Verweis auf den jeweils anderen Kollegen, den ich hier nenne (Auerbach für Josephsohn und umgekehrt), ist jedoch unterblieben.

2.) Beschränkung auf wenige Modelle

Das Zitat von Hollaus sagte es: Frank Auerbach hat sein Leben lang mit relativ wenigen Modellen gearbeitet.

Frank Auerbach: "Reclining Head of Julia II", 1997, Acryl auf Hartfaser, 56,2 × 68,6 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Frank Auerbach: „Reclining Head of Julia II“, 1997, Acryl auf Hartfaser, 56,2 × 68,6 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

„Ausser Auerbach arbeitet wohl kein Künstler im 20. und frühen 21. Jahrhundert in einer derartigen Regelmässigkeit und Beharrlichkeit über einen derart langen Zeitraum mit immer denselben Modellen.“ (Hollaus, S. 119–20)

So sass Catherine Lampert, die sehr begabte britische Kunstkritikerin und Kuratorin, ihrem Freund Auerbach über 40 Jahre lang regelmässig für Porträtarbeiten. Ihr Fall ist insofern interessant, als sie aus der Kenntnis, die sie in dieser langen Zeit der Begegnungen und Gespräche mit ihm gewonnen hat, verschiedene hochkarätige Ausstellungen, Kataloge und Bücher über ihn produziert hat.

Zuletzt die bedeutende Auerbach-Ausstellung in der Tate Britain (9. Oktober 2015–13. März 2016), die vorher im Kunstmuseum in Bonn (4. Juni – 13. September 2015) zu sehen war. Zu dieser gewichtigen Ausstellung hat Lampert auch den Katalog vorgelegt.

Diese Konzentration auf wenige Modelle galt zeit seines Lebens auch für Hans Josephsohn.

Hans Josephsohn: "Stehende", 1954, Gips, 82 x 24 x 20 cm

Hans Josephsohn: „Stehende“, 1954, Gips, 82 x 24 x 20 cm

„Er [Josephsohn] ging für alle seine Figuren von einem Modell aus –, also von einem persönlichen Gegenüber, der Impuls für eine Skultpur kam immer von einer realen Person, wie sie im Raum steht – auch wenn er schliesslich keine Porträts im eigentlichen Sinne gemacht hat.

Es ging ihm viel allgemeiner um das Dasein des Menschen, und er übersetzte das in eine Skulptur – in einer bildhauerischen Sprache, die gewissermassen parallel zur Realität funktioniert.“ (Ulrich Meinherz im Gespräch mit Oliver Prange, Du, S. 46)

Es fällt auf, dass beide Künstler bei der Wahl ihrer Modelle/Sitters recht ähnlich vorgingen: Sie wählten Freunde, Bekannte oder sonst Menschen aus, die sie schon länger kannten, denen sie vertrauen konnten und die sie deshalb gerne in ihrem Atelier – einem für sie sehr privaten, unbedingt schützenswerten Bezirk – um sich haben wollten.

Konsequenzen

Die Beschränkung auf wenige Modelle hatte Konsequenzen:

a) Die geringe Anzahl eingeladener Modelle bewirkte, dass über die Jahre zahlreiche Werke ausgehend von einem einzigen Modell geschaffen worden sind.

Frank Auerbach: "Reclining Head of Julia II, 2001, Bleistift und Grafit auf Papier, 57,3 × 75,6 cm, Privatsammlung; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Frank Auerbach: „Reclining Head of Julia II, 2001, Bleistift und Grafit auf Papier, 57,3 × 75,6 cm, Privatsammlung; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Eine Qualität des Auerbach-Buches von Invar-Torre Hollaus ist, dass er alle Porträtgruppen von Auerbach zusammengestellt und mit Abbildungen versehen und auf ihre Spezifika hin analysiert hat (siehe sein Kapitel „Die Modelle (»Sitters«)“ ab Seite 119 seines Buches).

b) Die Beziehungen, die sich über die Jahre zwischen Künstler und Modell entwickelt haben, gewannen über die lange Dauer an Tiefe, Intimität und stillem Einverständnis. Manche Modelle haben von der für sie beglückenden oder, im Gegenteil, manchmal ermüdenden oder verstörenden Erfahrung berichtet, dem Künstler sitzen zu dürfen.

Ein Beispiel:

David Landau, der Auerbach seit 1982 als Modell diente, und von dem ich hier oben (als zweite Abbildung in diesem Teil) ein Porträtbild von 2005/06 zeige, berichtet:

„Wenn ich Glück habe, spüre ich seinen steigenden Enthusiasmus und er beginnt mit sich selbst zu reden: ‚Don’t do that … Don’t do that.‘ Dann versuche ich so flat, so ruhig zu werden wie eine Flasche von Morandi. Ich würde dann am liebsten gar nicht existieren.“ (zit. durch Hollaus, S. 141)

Man könnte vermutlich ein schönes Buch zusammenstellen mit Zitaten von Menschen, die sich Künstlern oder Künstlerinnen in den letzten Jahrhunderten als Modell zur Verfügung gestellt haben. Ein solches Buch – von der Renaissance bis heute gehend – ist mir nicht bekannt.

3.) Beschränkung auf Einzelportraits – kaum Gruppenportraits – kleine Anzahl von Selbstporträts

Beide Künstler haben sich in der Regel auf Einzelporträts beschränkt, also keine Gruppenporträts produziert.

Hans Josephsohn: "Stehende Figur, ohne Titel (Eleonora), um 1955, Gips, 73 x 23 x 20,5 cm

Hans Josephsohn: „Stehende Figur, ohne Titel, (Eleonora)“, um 1955, Gips, 73 x 23 x 20,5 cm

Und sie haben – etwa im Vergleich zu Rembrandt – vergleichsweise wenig Selbstporträts gezeichnet, gemalt oder modelliert. Hier eines der wenigen Gegenbeispiele von Auerbach:

Frank Auerbach: "Self-Portrait", 1973–1974, Kohle und Kreide auf Papier, 81,3 × 55,9 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

Frank Auerbach: „Self-Portrait“, 1973–1974, Kohle und Kreide auf Papier, 81,3 × 55,9 cm, Privatsammlung, Marlborough Fine Art; Copyright © 2016 Frank Auerbach/ Marlborough Fine Art, London

In acht Wochen, am Mittwoch, 6. Juli, werde ich auf eine weitere, in meinen Augen: zentrale Parallele im Werk dieser beiden Künstlern zu sprechen kommen.

BLEIBEN SIE AUERBACH, JOSEPHSOHN UND DIESEM BLOGGER TREU!

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DEUS ANTE PORTAS
Auf die Plätze fertig los!
Auf ein Halleluja!

Ist es Zufall?

Art in America, die amerikanische Kunstzeitschrift, bespricht in ihrer Februar-2016-Nummer sechs Bücher (ich habe sie gezählt).

Hier die Titel dieser Bücher. Man wird schnell feststellen, wohin der Hase hoppelt:

Charlene Spretnak: The Spiritual Dynamic in Modern Art: Art History Reconsidered, 1800 to the Present (Palgrave Macmillan, London 2014)1Aaron Rosen: Art + Religion in the 21st Century (Thames & Hudson, London 2015)
2Ronald Bernie: The Unspeakable Art of Bill Viola: A Visual Theology (Pickwick Publication, Eugene, Ore., USA, 2014)

3Andreas Andreopoulos: Art as Theology: From the Postmodern to the Medieval (Routledge, New York, 2014)4Charles Palermo: Modernism and Authority: Picasso and His Milieu Around 1900 (University of California Press, Berkeley 2015)5Da der Titel hier nicht viel hergibt, zitiere ich aus der von der Redaktion beigefügten Information: „Challenging the notion of modernism as a break with religion, art historian Charles Palermo reconsiders Pablo Picasso’s early paintings…“

Archie Rand: The 613 (Blue Rider, New York 2015)6Da der Titel hier nicht viel hergibt, zitiere ich aus der von der Redaktion beigefügten Information: „Artist Archie Rand illustrates each of the 613 Jewish mitzvahs, or commandments (…) The dramatic panels narrate the Old Testament maxims.“

Auf den ersten Blick also staunenswert: So viele Bücher, alle um das Thema Kunst, Religion und Spiritualität kreisend. Bücher zu anderen Themen wurden nicht rezensiert.

Zufall?

Nein, sicher nicht. Es ist klar, dass die Redaktion ihre Arbeit gemacht und in dieser Nummer versucht hat, ein logisches Paket zu schnüren mit Publikationen, die sich thematisch gleichen. Immerhin, gute Journalistenarbeit.

Bemerkenswert und irgendwie staunenswert bleibt diese religionslastige Häufung für uns Europäer aber trotzdem. Art in America ist ja keine Religionszeitschrift, sondern eine Kunstzeitschrift.

The path to enlightenment

Blättert man anschliessend, weil man schon dabei ist, noch eine amerikanische Kunstzeitschrift aus diesem Frühjahr durch, nämlich ARTNEWS (Spring 2016), findet man dort ein Interview mit Jeff Koons, dem ultimativen Mr Ober-Super-Cool der heutigen Kunstwelt (ab Seite 28ff).

Bill Powers fragt ihn dort:

„You almost sound like you’re talking about the path to enlightenment.“

Und er, ganz selbstverständlich, immer die Ruhe in Person, mit leuchtenden Augen, siehe die vielen Fotos, die ihn zeigen: „Absolutely. For me, I’m always trying to seek a higher level of consciousness. I would like to experience the ultimate freedom of gesture, to exercise that freedom.“

Ooh! Echt cool, echt ganz cool – today’s cool-style, offenbar. „To seek a higher level of consciousness“: So redeten in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA diverse Propheten, zum Teil sehr interessante Leute: Alan Watts, oder Timothy Leary zum Beispiel, der Harvard-LSD-Papst jener Jahre. Und viele andere.

Aber heute? Was haben wir da vor uns?

Zahnpasta statt LSD

Vermutlich einfach eine neue Variante ultracooler, smarter, schicker Marketing-Programmschnulze: eines Sülzgewäschs, das so clean, desinfiziert und spirituell nobilitiert daherkommt, das es niemandem wehtut.

Denn Koons plädiert ja in diesem Interview weder für eine wie immer geartetete ernstgemeinte spirituelle Revolution (wie die Urchristen vor 2000 Jahren zum Beispiel), noch für den Gratisvertrieb von Peyotl oder anderen „bewusstseinserweiternden“ Drogen (wie der erwähnte Leary, zum Beispiel).

Er hat sich einfach, so mein Eindruck, eine neue Zahnpasta beschafft, eine esoterisch aufgepeppte Paste, die noch weisser bürstet als die früheren aus den alten Drogerieabteilungen der Marketingwelt. Man muss ja schliesslich auf den Tausend Fotos, die um die Welt gehen, als immerzu strahlend lächelnder, erfolgreicher Glücklichmann rüberkommen.

Glaubt er selber an solches Reden? Sicher.

Er würde sonst – die erwähnten Fotos bezeugen es – nicht überall so „glaubhaft“ entspannt und rundum-penetrant-happy rüberkommen: der ewig junge US-Sonnyboy auf Globaltournee durch die Gazetten dieser Welt.

Sicher ist aber auch folgendes:

Ausser Atem

Sicher ist, dass solches Gerede bei jener globalisierten Kundschaft gut ankommt, auf die es Herr Koons abgesehen hat: auf die beautiful people with a lot of money having such a good time all the time buying so much expensive art everywhere all the time so nice and so wonderful etc.

Da kann man schon etwas ausser Atem geraten, bei so viel Happiness und Kaufrausch (und Konkurrenz zum ekelhaft gleich neben einem herhechelnden Mitsammler).

So dass man sich schliesslich fragen mag: Ist, wenn man schon fast „alles“ hat, „Erleuchtung“ vielleicht das letzte ultimative Zückerchen, das letzte lohnenswerte Ziel, das anzustreben ist?

The New Shopping-Gospel (NSG)

Was, plopplopp, die nächste Frage aufwirft: Kann man Erleuchtung vielleicht kaufen, indem man einen Koons kauft?

Just shop a new Koons and you will come to heaven!
Just shop a new Koons and you will get instant enlightenment!

Ja, so liesse sich das neue Mantra formulieren.

Ich sehe schon die neue Hare Krishna-, pardon: Hare Koons-Bewegung auf der Madison Avenue in New York, der Bond Street in London, den Champs-Élysées in Paris, federnd auf und ab wippend, mit einem hygienischen Dauergrinser auf den Lippen, happily chanten:

BUY KOONS –
BUY HAPPINESS –
BUY A HIGHER LEVEL OF CONSCIOUSNESS!

Denkbar ist heute ja (fast) alles.

Man müsste es halt ausprobieren.

(Schreiben Sie mir, falls Sie da schon Erfahrungen gesammelt haben sollten! Das wäre echt interessant. Sie können auch, das wissen Sie ja, als Gast-BloggerIn hier selber was schreiben. Ich werde mich bemühen, keine Zensur auszuüben. Honorar kann ich allerdings keines bezahlen. Aber das sollte ja kein Problem sein…)

Vermutlich werden puritanisch gesinnte Kunstsammler beim geschilderten Ansinnen – Buy Koons, Get Heaven – reflexhaft Bedenken empfinden. Sie werden das alte Gegengospel noch im Ohr haben, das ihnen alte misspetrige Religionslehrer so lange eingetrichtert haben:

Liebe Leute! That is no easy way! Für den Himmel müsst ihr leiden! LEIDEN!
Konsum ist des T….., nicht des Himmels! Habt Christus vor Augen, der für euch am Kreuz gestorben ist. Er soll euer Vorbild sein!

Klartext:

Schoppen: dhäd isch gar kein way tu wischdom!
Ju have to gätt hääwen in a toddalli adder wäy!

Ist dem so? Wer weiss denn heute noch Bescheid?!

Heute behauptet doch jeder und jede irgendetwas immer irgendwo irgendwie.

The Big Mantra

Back to serious: Es ist Ihnen, werte Leserin, werter Leser, ja sicherlich auch aufgefallen, dass seit ein paar Jahren Werbung manchmal das Bild von Meditierenden oder von in ollen Yoga-Übungen sich Verrenkenden einsetzt: Bilder, die helfen sollen, das richtige Yoghurt oder Wasser an Herr und Frau Schmitz zu bringen. Plakate, die dann in Bahnhöfen und an anderen Orten (so schön fies) hängen, wo Millionen durchhetzen, den nächsten Zug erwischen müssen, in Gedanken daran, die Kinder im Kindergarten nicht warten zu lassen, den Job nicht zu verlieren.

Da will doch jeder gerne das grosse Mantra der Befreiung hören.

Herr Koons jedenfalls hat vermutlich das genau richtige für seine Kundschaft gefunden.

Und, nun? Sind wir klüger nach all dem Gesagten? Was soll man vom Ganzen halten?

Zweimal ein Fazit

  1. Fazit: Begriffe wie „Kunst“, „Leben“, „Wahrheit“, „Religion“, „Spiritualität“, „Erleuchtung“, etc., sind heutzutage wirklich patent praktische Dinger. Man kann da alles Mögliche reinpacken – diese Kistchen sind, wie es die heutige Zeit verlangt, beliebig flexibel und vermeintlich total demokratisch in ihrer Aufnahmefähigkeit. Jeder und jede kann da reinpacken was er oder sie will. Die grosse Freiheit halt!

Da ist es kein Wunder, dass – zurück zu den weiter oben abgebildeten Kunstbüchern – so viele Werke zum genannten Thema erscheinen. Der Mister, den ich eben zitiert habe, wird mit 100%iger Sicherheit auf den Seiten einiger dieser Bücher mit frisch geputzten, strahlend weissen Zähnchen seine coole Aufwartung machen.

  1. Fazit: Bevor Sie wieder mal unüberlegt und unreflektiert in Depression verfallen und einer tristen Tischrunde mit hängenden Augen und fatalem Unterton predigen:

„Ach ja! Die heutigen Zeiten! DA glaubt doch keiner mehr an gar nichts mehr. Im Gegensatz zu früher, da hatte man noch den Lieben Gott. Die Aufklärung hat alles hinweg gefegt. Und dann kam noch der olle Nietzsche. Seither ist alles (mit Seufzer ausgesprochen) im Eimer, kaputt, ich sag es euch! Eine böse, bööse Welt ist das!“

Also, bevor Sie nächstes Mal wieder in ein solches Küchenlamento ausbrechen (Sie haben ja schwer recht!), besorgen Sie sich vorher die oben genannten Bücher. Lesen Sie diese aufmerksam durch. Da werden Sie Munition finden. Da werden Sie in selbiger Tischrunde plötzlich folgende frohe Botschaft verbreiten können:

„Alles halb so wild, liebe Leute! Jetzt weiss ich Bescheid (mit optimistisch aufwärtssteigendem Tremolo hingeflötet). Die Künstler haben den Lieben Gott wieder entdeckt! Es geht aufwärts, jojo, es geht auffi, liebe Leute!“

Da geht’s uns doch allen gleich wieder besser.

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